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Publikation Pawel Broda
Das Bild der deutschsprachigen Länder in DaF-Lehrwerken. Eine Untersuchung polnischer Lehrwerke.

Autor: Pawel Broda
Jahr: 2004
Seitenzahl: 115
ISBN (Buch): 978-3-638-73239-0
ISBN (E-Book): 978-3-638-30794-9
Preis: 54,90 Euro (als Buch)
Preis: 29,90 Euro (als PDF)

Kategorie: Germanistik, Deutsch als Fremdsprache, interkulturelle Landeskunde, Lehrwerkanalyse, Stereotypen, Vorurteile, Landesbilder
Textauszug

Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1. 1 Zielsetzung
1. 2 Inhalt
1. 3 Methodisches Verfahren
2 Theoretische Grundlage
2. 1 Definition des Fremdbildes
2. 1. 1 Gegenstandabgrenzung- Fremdbild, Image und Stereotyp
2. 1. 2 Genese von Fremdbildern
2. 1. 2. 1 Historische Dimension
2. 1. 2. 2 Gegenwärtige Dimension
2. 1. 3 Fremdbilder im Fremdsprachenunterricht
2. 2 Landeskundliche Anforderungen an DaF-Lehrwerke
2. 2. 1 Definition von Landeskunde
2. 2. 2 Darstellung und Charakteristik landeskundlicher Ansätze
2. 2. 3 Trinationale Landeskunde- D-A-CH-Konzept
2. 2. 3. 1 D-A-CH-Konzept- Chancen und Problematik
2. 2. 4 Curriculare Anforderungen an polnische Lehrwerke
2. 3 Lehrwerkanalyse im Fremdsprachenunterricht
2. 3. 1 Historischer Überblick
2. 3. 2 Kriterienkataloge und Raster zur Ermittlung landeskundlicher Inhalte
2. 3. 2. 1 Ammers Kriterienkatalog
2. 3. 2. 2 Funks Kriterienkatalog
2. 3. 2. 3 Meijers Kriterienkatalog
2. 3. 2. 4 Stockholmer Kriterienkatalog
2. 4 Arbeitskriterien zur Klassifikation von Lehrwerken
2. 4. 1 Widerspiegelung der Realität und Aktualität
2. 4. 2 Aspekte der regionalen Vielfalt
2. 4. 3 Vergleich mit dem Ausgangssprachenland- Polen
2. 5 Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen

3 Empirische Studie
3. 1 DACH- Fenster
3. 1. 1 Widerspiegelung der Realität und Aktualität
3. 1. 2 Aspekte der regionalen Vielfalt
3. 1. 3 Vergleich mit dem Ausgangssprachenland- Polen
3. 2 Deutsch ist in
3. 2. 1 Widerspiegelung der Realität und Aktualität
3. 2. 2 Aspekte der regionalen Vielfalt
3. 2. 3 Vergleich mit dem Ausgangssprachenland- Polen
3. 3 Fantastisch!
3. 3. 1 Widerspiegelung der Realität und Aktualität
3. 3. 2 Aspekte der regionalen Vielfalt
3. 3. 3 Vergleich mit dem Ausgangssprachenland- Polen
3. 4 Was ist los?
3. 4. 1 Widerspiegelung der Realität und Aktualität
3. 4. 2 Aspekte der regionalen Vielfalt
3. 4. 3 Vergleich mit dem Ausgangssprachenland- Polen
4 Zusammenfassung
5 Anhang
5. 1 Beispiele aus: DACH- Fenster
5. 2 Beispiele aus: Deutsch ist in
5. 3 Beispiele aus: Fantastisch!
5. 4 Beispiele aus: Was ist los?
5. 5 Tabelle zum kontrastiven Vergleich der Kriterienkataloge zur Ermittlung landeskundlicher Inhalte
6 Literaturangabe
6. 1 Analysierte Lehrwerke
6. 2 Internet- Links
6. 3 Literatur



1 Einführung

1. 1 Zielsetzung

Um ein Bild von einem Land zu erhalten, muss eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt werden, die zur Landesbildbestimmung beitragen. Einen entscheidenden Einfluss darauf üben verschiedene, unter anderen politische, soziologische, geografische bzw. historische Aspekte aus. Die vorliegende Auseinandersetzung konzentriert sich auf das Bild, welches von den Lehrwerken geprägt wird. Ammer sieht in den DaF- Lehrwerken eine der wichtigsten Quellen, aus denen sich das Ausland ein Bild von Deutschland bildet. Auf die besondere Rolle der Lehrwerke weist auch Hinrich auf. Er meint, dass die Bilder, welche die Lernenden von anderen Ländern haben, durch die Sprachbücher möglicherweise stärker beeinflusst werden als durch die Geschichts- und Geographiebücher. Mit dem Erlernen einer Fremdsprache werden schon kleine Kinder konfrontiert, deren Weltanschauung noch nicht ganz herauskristallisiert wurde. Auch die Erwachsenen erwerben nicht selten ihre ersten Erfahrungen über das Zielsprachenland innerhalb des Fremdsprachenunterrichtes. Das Bild, das sie dabei von den Lehrbüchern vermittelt bekommen, hat oft für sie entscheidende Bedeutung und das Lehrwerk nimmt dabei eine zentrale Stellung ein (...).

2.1 Definition des Fremdbildes  

Der Begriff „fremd“ ist ein höchst komplexes Phänomen. Den Niederschlag dieses Wortes findet man in nahezu jeder geisteswissenschaftlichen Disziplin. Was versteht man unter diesem Begriff?
Waldenfels klassifiziert „das Fremde“ unter drei Aspekten:
- der Aspekt von Ort, all das, was außerhalb des eigenes Bereiches liegt
- der Aspekt von Besitz, all das, was anderen gehört
- der Aspekt der Art und Weise, all das, was von anderer Art ist, was fremdartig und heterogen ist.
Der erste Aspekt sei dabei ausschlaggebend.
Im Duden wird das Wort „fremd“ wie folgt definiert:
- nicht dem eigenen Land od. Volk angehörend; von anderer Herkunft: andere Länder, Sitten; andere Sprachen,
- einem anderen gehörend,
- unbekannt, nicht vertraut.
Hahn sagt, „das Fremde“ sei die andere Seite des Selbst.
Was ist also ein Fremdbild? Wie kann man es beschreiben?
Bei der Berücksichtigung des oben Erwähnten, kann man trivialerweise schlussfolgern, es sei das Bild von einem anderen Land, einem fremden Volk, einer anderen Sprache, anderen Sitten, ein Bild von dem, was nicht zu uns gehört, was heterogen ist.
Das Fremdbild ist nach Duden ein Heterostereotyp. Es kann unter gewissen Umständen auch als ein Nationenbild interpretiert werden. Das Erscheinungsbild, was die Welt z.B. von Deutschland hat.
Der Begriff des Fremdbildes wird oft in der Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie verwendet.
Bei Schmalz- Jacobsen werden die Fremd- bzw. Nationenbilder unter einem
politikwissenschaftlichen Gesichtspunkt aufgefasst und verstanden als „die Summe der mehrheitlichen kollektiven oder individuellen Vorstellungen und Urteile (…) über andere Staaten und Völker (…), die verhaltens- und entscheidungssteuernd (…) wirken.“ Zur inhaltlichen Bestimmung des Fremdbildes trüge nach Schmalz- Jacobsen maßgeblich das Selbstbild bei.
Fuchs- Heinritz beschreiben das Fremdbild als die Gesamtheit der individuellen bzw. gemeinsamen Vorstellungen und Eigenschaften, die eine Person oder eine Gruppe von Personen im Hinblick auf andere Länder besitzt.
Das Fremdbild gehört ebenfalls zum festen Bestandteil des breiten Vermittlungsspektrums der DaF- Landeskunde. Es wird dabei ein möglichst reales und aktuelles Bild der deutschsprachigen Wirklichkeit postuliert. Dem Fremdbild liegen sowohl die Bereiche von Bezugswissenschaften wie Politologie, Geschichte, Geographie und/oder Literatur zugrunde als auch die Alltagserfahrungen und universelle Lebensbedürfnisse, die in gegenseitiger Korrelation stehen.
Zur Bestimmung des Fremdbildes in der vorliegenden Auseinandersetzung wird auf Grund des zu untersuchenden Forschungsbereiches das landeskundliche Modell bevorzugt. In diesem Modell werden vordergründig aktuelle Realitäten des deutschsprachigen Kulturraumes behandelt.
Die Darstellung des Fremdbildes nach den obigen- sei es nach soziologischen oder nach geschichtlichen- Kriterien wäre für den Umfang dieser Arbeit unadäquat und zu umfangreich.
Als deutschsprachige Länder werden laut dem DACH- Konzept Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein bezeichnet. Sollten dabei alle Länder oder
autonome Regionen berücksichtigt werden, in denen Deutsch zum Teil einen offiziellen Status hat, so müsste man sich auch mit östlichem Teil des Belgiens (ca. 66.000 Sprechern), Elsass- Lothringen sowie östlichem Frankreich (ca.1,5 Mio. Sprechern), Luxemburg (ca. 372.000 Sprechern) und italienischem Südtirol (ca. 280.000 Sprechern) befassen (...)




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